Was ist Brandschutz

Unter Brandschutz versteht man alle Maßnahmen, die der Entstehung und Ausbreitung eines Brandes (=Feuer und Rauch)vorbeugen (vorbeugender Brandschutz oder Brandverhütung) und die Rettung von Menschen und Tieren sowie wirksame Löscharbeiten bei einem Brand ermöglichen (abwehrender Brandschutz).

Brandschutz ist vielschichtig und findet sich in vielen Bereichen des täglichen Lebens. Daher finden sich zum Beispiel in Deutschland Anforderungen an den Brandschutz in einer Vielzahl von Rechtsvorschriften wie zum Beispiel den Feuerwehrgesetzen und Bauordnungen der sechzehn Bundesländer sowie zahlreichen weiteren Gesetzen, Verordnungen und Richtlinien. Man unterscheidet den vorbeugenden und den abwehrenden Brandschutz.

Brandschutz durch Feuerwehr Notknopf

Der Brandschutz wird immer noch sehr häufig unterschätzt!

Es brennt ja eigentlich auch immer nur bei den anderen …

In der Realität sind allerdings immer noch 200 Großschadensereignisse jedes Jahr in deutschen Unternehmen zu beklagen, die meisten der betroffenen deutschen Unternehmen gehen durch solche Geschehnisse sofort oder im Laufe des Folgejahres insolvent!

Nach Angaben der Brandversicherer verzeichnen deutsche Unternehmen jedes Jahr durch Feuer Schäden in Milliardenhöhe.
Ein effektiver und umsichtiger vorbeugender Brandschutz ist unter Berücksichtigung technischer, baulicher, anlagentechnischer und organisatorischer Maßnahmen daher unerlässlich. Behörden und Versicherungen fordern zu Recht auch immer häufiger die Beschäftigung eines Brandschutzbeauftragten.

  • Ist Ihr Unternehmen ausreichend gegen Feuer geschützt?
  • Wie reagiert Ihr Unternehmen auf die Standard-Brandgefahren Elektro, Heißarbeiten, Tätigkeiten mit Gefahrstoffen, Brandstiftung?
  • Gibt es eine mögliche explosionsfähige Atmosphäre?
  • Sind wirklich ALLE Zündquellen erkannt und weitestgehend vermieden?

Die Maßnahmen zur Umsetzung des Brandschutzes sind technisch anspruchsvoll, die rechtlichen Auflagen und die der Versicherungen sehr umfassend.

Betriebe, Unternehmen und Behörden

Für den Brandschutz sind in Betrieben aufgrund besonderer Rechtsvorschriften, behördlicher Auflagen oder Gefährdungsbeurteilungen Brandschutzbeauftragte erforderlich, die durch ihre qualifizierte Ausbildung dem Arbeitgeber als zentraler Partner für brandschutzrelevante Themen zur Verfügung stehen.
Das Sachgebiet „Betrieblicher Brandschutz“ der DGUV beschreibt  in der DGUV Information 205-003 die Mindestanforderungen an die Qualifikation, Ausbildung und Bestellung von Brandschutzbeauftragten, definiert die Aufgaben und gibt Hilfestellungen für die Umsetzung der Anforderungen für eine geeignete betriebliche Brandschutzorganisation. 

RECHTLICHE GRUNDLAGEN

Allgemeines:
Ein Fluchtweg oder Rettungsweg ist ein besonders gekennzeichneter Weg – meist innerhalb des Gebäudes – der im Falle einer notwendigen Flucht am schnellsten zum nächsten Ausgang ins Freie bzw. zu einem Notausgang führt. Gleichzeitig ermöglicht er der Feuerwehr, Lösch- und Rettungsmaßnahmen von außen vorzunehmen und Leben zu retten.

Die Wege müssen so bemessen sein, dass die Personen, die sich zum Zeitpunkt einer besonderen Gefahr, wie einem Brand, in einem Gebäude oder anderem Objekt aufhalten, dieses möglichst schnell verlassen können. Fluchtwege dürfen weder vorübergehend noch dauerhaft verstellt werden (§ 145 Abs. 2.2 StGB: Wer absichtlich oder wissentlich die zur Verhütung von Unglücksfällen oder gemeiner Gefahr dienenden Schutzvorrichtungen oder die zur Hilfeleistung bei Unglücksfällen oder gemeiner Gefahr bestimmten Rettungsgeräte oder andere Sachen beseitigt oder unbrauchbar macht, wird mit Freiheitsstrafen bis zu 2 Jahren oder mit Geldstrafe bestraft, wenn die Tat nicht im § 303 oder im § 304 mit Strafe bedroht ist).

Türen in Rettungswegen dürfen während der Betriebszeiten eines Gebäudes nicht verschlossen sein bzw. müssen sich einfach mit einem Handgriff in Fluchtrichtung öffnen lassen (Panikschlösser, Fluchttürtechnik).

Ausnahmen ergeben sich aus der Nutzungsart der Gebäude (z.B. Hotel- und Krankenzimmer, die an schmalen Fluren liegen).

Für die Mindestabmessungen von Rettungswegen gibt es Verordnungen, Normen und Richtlinien, die beim Bau von Gebäuden zwingend einzuhalten sind. So ist in Deutschland z.B. in der Musterversammlungsstättenverordnung der ARGEBAU (Fassung Mai 2002) folgende Regelung enthalten: Die lichte Breite eines jeden Teiles von Rettungswegen muss mindestens 1,20 m betragen.